Mittwoch, 18. April 2018

Vier Pfoten am Strand - Petra Schier

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Vier Pfoten am Strand
Petra Schier
Mira Taschenbuch
ISBN: 9783955767884
Weitere Informationen auf der Website der Autorin: Petra Schier


Klappentext:
Ein Liebesroman, so erfrischend und mitreißend wie eine Meeresbrise im Sommer
Ein Sommer Auszeit, um an seinen Skulpturen zu arbeiten, mehr sucht Ben eigentlich nicht in dem kleinen Ort am Meer! Aber dann stolpert ihm der junge Rüde Boss über den Weg, und Ben beschließt, ihn bei sich aufzunehmen. Der Hund stellt Bens Leben auf den Kopf und seine Geduld auf eine harte Probe. Niemals wird er es allein schaffen, ihn zu bändigen. Zum Glück ist da noch Christina. Sie leitet die Hundeschule und scheint genau die Richtige für Boss zu sein. Und vielleicht auch für sein neues Herrchen …
(Buchklappentext, Quelle: MIRA Taschenbuch


Mein Eindruck:
Als der Künstler Ben Brungsdahl nach Lichterhaven kommt, möchte er dort eigentlich nur in Ruhe arbeiten, aber dann macht ihm sein Hund einen Strich durch die Rechnung. Boss ist eine amerikanische Bulldogge, und er hat in seinem jungen Leben schon Schlimmes erlebt. Ben nahm ihn bei sich auf, weil ihm der Hund leid tat, aber dass es so schwierig sein würde, hatte er sich nicht vorgestellt. Boss hat kein Vertrauen zu den Menschen, denn zu oft wurde er schon enttäuscht oder gequält. Da Ben sich mit der Erziehung des sturen Vierbeiners nicht mehr zu helfen weiß, engagiert er die Hundetrainerin Christina. Sie gewinnt nicht nur das Herz des Hundes, sondern nimmt plötzlich auch in Bens Leben und Gedanken immer mehr Raum ein.

Dies ist nicht der erste Lichterhaven-Roman, denn schon im Sommer 2016 habe ich „Körbchen mit Meerblick“ gelesen, und auch dieses Buch spielt in dem fiktiven Ort am Meer. Die Wahl eines Schauplatzes für mehrere Bände und die Verknüpfung verwandtschaftlicher oder freundschaftlicher Verhältnisse in mehreren Romanen, das ist bei Petra Schier schon so etwas wie ein Markenzeichen. Mir gefällt das sehr, denn beim Lesen ist es fast so, als würde man gute alte Freunde besuchen. Der kleine Ort ist schon vertraut, und auch viele der Charaktere in diesem Roman kannte ich bereits vom vorherigen Band. Auch in „Körbchen mit Meerblick“ war ein Hund die „Hauptperson“, und Schoki ist hier ebenfalls wieder mit von der Partie.
Die wichtigste Rolle spielt aber diesmal Boss, und er hat seinen Namen mit der Tat, denn wenn er mit Ben unterwegs ist, weiß man nicht, wer hier eigentlich wen an der Leine führt. Boss ist in der Handlung kein niedlicher kleiner Welpe mehr, wie auf dem Cover abgebildet, sondern er befindet sich gerade in der Hunde-Pubertät. Mit seinen fünfzig Kilo wirft er sein Herrchen mit Leichtigkeit um, was Ben so gar nicht gefällt. Zum Glück ist Christina nicht nachtragend, denn die erste Begegnung zwischen der Hundetrainerin und Ben fällt alles andere als liebenswürdig aus.

Zugegeben, eine amerikanische Bulldoge wäre nicht der Hund meiner Wahl, schon der Größe wegen. Würde mir ein Hund wie Boss begegnen, würde ich respektvollen Abstand halten. In diesem Roman bekommt er aber eine eigene Stimme. In vielen Kapiteln ist Boss der Ich-Erzähler und erklärt, wie er die Welt und die Menschen sieht. Das ist mit so viel Einfühlungsvermögen und so liebenswert geschrieben, dass ich den großen, tollpatschigen und etwas stürmischen Hund sehr schnell ins Herz geschlossen habe. Auch die menschlichen Protagonisten dieses Lichterhaven-Romans sind wieder sehr sympathisch, und man kann sich wunderbar in die verschiedenen Situationen hineinversetzen. Es ist, als würde man den Sommer am Meer selbst miterleben. Entsprechend leidet man in diversen Momenten auch direkt mit, und ich muss zugeben, dass ich am Ende sogar ein paar Tränen vergossen habe, was zeigt, wie tief ich emotional in die Handlung eintauchen konnte. Großes Kompliment an die Autorin, die es mit tollen Charakteren, spannenden Handlungsfäden und einem herzlichen, humorvollen Schreibstil regelmäßig schafft, mich mit ihren Romanen zu fesseln und in ihre fiktiven Welten mitzunehmen.
Es ist mir nicht leicht gefallen, mich von Boss, Ben und Christina zu verabschieden. Aber es gibt einige Hinweise im Buch, dass es sicher ein freudiges Wiedersehen in Lichterhaven geben wird, und darauf bin ich schon riesig gespannt!


⭐⭐⭐⭐⭐


Montag, 16. April 2018

Montagsfrage: Hast du ältere Buchausgaben im Regal?

 ...Wenn ja, welche/s sind/ist die/das mit dem ältesten Erscheinungsjahr?


Hier meine Antwort zu Buchfresserchens heutiger Montagsfrage:

Das sind meine beiden ältesten Bücher im Regal:

Diese alte Ausgabe von Tausendundeine Nacht ist 1930 bei der Deutschen Buchgemeinschaft Berlin erschienen. Das Buch stammt von meinem Großvater und ist ein richtig schwerer Wälzer mit über 600 Seiten, noch in alter deutscher Schrift gedruckt. Die geheimnisvollen Illustrationen haben mich schon als Kind fasziniert und tun es heute noch.





Schon ziemlich ramponiert ist dieses alte Märchenbuch der Brüder Grimm aus dem Jahr 1926. Es hat meinem Vater in seiner Kindheit gehört, und drei Generationen haben ihre Spuren an und in diesem Buch hinterlassen. Der Buchrücken ist stark beschädigt, so dass das Buch fast auseinander fällt. Deshalb habe ich es in seinem Schutzumschlag gelassen, bevor noch mehr daran kaputt geht. Zwar ist das Buch vermutlich nicht sonderlich wertvoll, wenn man vom materiellen Aspekt ausgeht, aber für mich hat es einen ideellen Wert, darum habe ich schon überlegt, ob es sinnvoll wäre, es restaurieren zu lassen, wobei das Coverbild schon ziemlich gruselig ist 😆




Das älteste Buch, das sich in unserem Familienbesitz befindet, ist vermutlich die Bibel meiner Urgroßmutter. Sie stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts (ca. 1880) und steht momentan bei meiner Mutter im Bücherregal, daher kann ich sie nicht zeigen.

Und wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch alte "Bücherschätze"?

Sonntag, 15. April 2018

Rabenschwarze Beute - Nicola Förg

Rabenschwarze Beute

Ein Alpen-Krimi (Bd. 9)
Nicola Förg
Pendo
1. März 2018
ISBN: 3866124198


Klappentext:
Silvester in Murnau: Ein Mann in Tarnanzug ballert mit einer Schreckschusspistole in die Nacht hinaus. Wegen der Knallerei dauert es eine Weile, bis jemandem auffällt, dass da wirklich einer totgeschossen wurde. Das Opfer, Markus Göldner, ist ein arrivierter Architekt, der aber vor allem durch sein aggressives Engagement im Vogelschutz auffiel: Er wetterte gegen Sommerfeuerwerke, gegen Böllerschützentreffen und gegen Windkraftanlagen. Da er sich so viele Feinde damit gemacht hat, kommen Irmi Mangold und Kathi Reindl mit ihren Ermittlungen kaum voran. Doch dann verschwindet die vierjährige Tochter der berühmten Modebloggerin La Jolina, und die beiden Kommissarinnen stehen plötzlich vor einem Fall, der zwar zehn Jahre zurückliegt, aber noch heute Albträume bereitet …